Jun

29

Liebe Besucherinnen und Besucher meines blogs,

heute möchte ich von einer sehr traurigen Angelegenheit berichten und Euch bitten, mir Eure Meinung zu schreiben.

Aus gegebenem Anlass quält mich die Frage, die ich in der Überschrift gestellt habe. Ein Mensch, der mir sehr nahe

steht, ist  – nach menschlichem Ermessen –  unheilbar, erkrankt. Die Ursache hierfür ist eindeutig Magersucht.

Was nun kann einen Menschen veranlassen, keine oder nur ganz “abgewogene” Nahrung zu sich zu nehmen? Ich denke, dass die Antworten genauso vielschichtig sind, wie das Problem. Mit Sicherheit – und ich kann hier nur auf einzelne Punkte eingehen -, denn mit dieser Krankheit beschäftigt sich mittlerweile ein Heer von Fachleuten, jedoch ohne diese Krankheit in den Griff bekommen zu haben, weil dies einfach auf Grund der verschiedenen Ursachen und natürlich der verschiedenen Persönlichkeiten, die von dieser Krankheit betroffen sind, einfach unmöglich ist,- hat es etwas damit zu tun, dass die betroffene Person sich nicht selbst lieb hat! Wissen wir doch, dass die Selbst- Ablehnung ein großes Problem in der Psychologie darstellt. Wie aber – um alles in der Welt – kann es sein, dass man sich derart ablehnt, dass man seinem Körper die wichtige und auch notwendige Nahrung verweigert und damit geradezu heraufbeschwört, dass der Körper dann irgendwann auch nicht mehr weiter existieren möchte?

 Gibt es eine Arte Gleichgültigkeit der Betroffenen in Bezug auf ihr eigenes Leben? Kann es das geben, dass man sich so ablehnt, dass sogar der Tod ab einem bestimmten Stadium egal ist oder zumindest in Kauf genommen wird? Viele traurige Schicksale haben bewiesen, dass es wohl Menschen gibt, bei denen dies zutrifft! Magersucht ist ja anerkanntermassen eine Krankheit, die mit fehlgeleiteten Kontrollmechanismen zu tun hat- zum Beispiel im Gegensatz zur Alkoholsucht! Was aber möchten die Betroffenen kontrollieren – sich selbst, ja, aber was genau an sich selbst?? Essen ist ein Ausdruck von Lebensfreude, die diese Menschen nicht haben? Oder nicht zulassen wollen? Essen bedeutet auch ein sinnliches Vergnügen – auch das wird abgelehnt, weil auch so ein Vergnügen nicht zugelassen wird, unterdrückt werden soll?

 Wie kann man sich zum Beispiel mit 35 Kilo bei 1,65 noch angenehm und gut aussehend finden? Wie gekränkt und bis in die tiefsten Tiefen verletzt muss eine Seele sein, die konsequent über Jahre hinweg die Nahrung verweigert oder nur in ganz geringem Masse zulässt? Warum können sich viele Betroffene nicht aus dieser Situation befreien oder wenigsten Hilfe zur Befreiung annehmen? Ist es gerade ein “Markenzeichen” dieser Krankheit, dass diese Menschen sich ja völlig gesund fühlen?? Wo könnte hier Hilfe ansetzen, denn diese Menschen sehen doch, dass sie zumindest magerer sind als andere oder stellt sich das ihnen einfach nicht dar??  Es gibt so viele Fragen, wie es Menschen gibt, die davon betroffen sind.

Einige Zeit wurde diese Krankheit auch in den Medien thematisiert – dies geschieht schon seit längerer Zeit nicht mehr, oder es ist mir nicht mehr bekannt !

Unser Leben ist mit so vielen Erwartungshaltungen der Mitmenschen gespickt – jeder möchte, dass wir funktionieren und Höchstleistungen vollbringen - auf welchem Sektor ist fast egal – so dass viele Menschen dem Druck einfach nicht mehr gewachsen sind. Daher sucht sich die Seele dann ein anderes Ventil – und es bedeutet unsagbar viel Kraft – und Willensentfaltung, dagegen zu kämpfen und das zu tun, was einem selbst wichtig ist und gut tut!  

Nun möchte ich auf die Frage kommen, die ich in der Überschrift meines blogs gestellt habe:

Ich bin fest davon überzeugt, dass Harmoniesucht lediglich vordergründig nichts mit Magersucht zu tun hat – dass heißt natürlich um Gottes Willen nicht, dass Harmoniesucht zu Magersucht führen muss!! Aber es liegt doch eine gewisse Gefahr in der Tatsache, es allen recht machen zu wollen, indem man sich selbst hinten an stellt! Eine große Stabilität im Leben stellt die eigene Selbstsicherheit dar, die davor schützt, dass man sich selbst und die Dinge, die für einen wichtig sind,  zu häufig vernachlässigt! Leider ist eben gerade diese Selbstsicherheit bei vielen Menschen nicht ausgeprägt genug, um eben auch “in rauhen Zeiten” zu bestehen! Also kristallisiert sich für mich eine Wesentlichkeit heraus, die vor psychischen Krankheiten bewahren kann – leider nicht zwangsläufig muss – die Eigenliebe!! Das hat nun ganz und gar nichts mit Egoismus zu tun, sondern mit der absoluten Notwendigkeit, die Seele vor dem Ansturm der Mitmenschen und Ihren Forderungen zu schützen.

Die bedeutet auch, sich gegen die Meinung der anderen durchsetzen zu können und nicht sofort umzuknicken, wenn eine nahe stehende Person zum Beispiel sagt:” Dass du das oder das tust, kann ich aber nicht akzeptieren!” 

Na, dann eben nicht – man selber muss sich gut fühlen – die Folgen, wenn der Betroffene auf den Menschen mit dem guten Ratschlag hören würde, und der Ratschlag erweist sich dann als falsch, wird bestimmt nicht mit getragen, sondern diese Folgen muss man dann ja auch selbst aus löffeln!

Also: seien Sie immer sie selbst und tuen Sie wirklich nur und alleine das, von dem Sie glauben, dass es Ihnen gut tut – auch, wenn Ihre Umgebung das anders sehen sollte!

Das Leben kann so schnell vorbei sein, und dann gibt es eben keine neue Chance mehr, dieses oder jenes gerade zu rücken oder zu ändern! Das sollten wir niemals vergessen!

Herzlichst Ihre

Marina Schott

Jun

25

Liebe Bloggerinnen und Blogger,

mit Harmoniesucht hat auch zu tun, wer nicht in der Lage ist, oder wem es zumindestens sehr schwer fällt, sich in einem Bewerbungsgespräch richtig zu positionieren.

Hier ist einmal mehr auch das gefragt, was schon öfter erwähnt wurde: eine klare Positionierung der eigenen Werte und Zielsetzungen. Dazu ist eine gehörige Portion Selbstbewußtsein nötig!

Vorallem ist es dann auch wichtig, dass man sein Gegenüber wissen läßt, welche Qualitäten man selber hat – mit einem Satz: Sie müssen sich richtig verkaufen können!

Ein paar Tipps und Tricks habe ich in einem kleinen Ratgeber zusammen gefasst- natürlich für Sie kostenlos! Aber lesen Sie selbst unter www.shop-chance.de/Bewerbungstipps.pdf

Ich wünsche Ihnen gute Anregungen!

Herzlichst

Ihre Marina Schott

Jun

22

Guten Tag, liebe Bloggerinnen und Blogger an diesem schönen Sommer – Sonnentag,

heute mal ein paar Gedanken zu einem häufig diskutierten Thema: ” Muss ich unbedingt Überstunden machen für meine Kollegen oder meinen Chef?” ( ob männlich oder weiblich ist ja egal )” Mache ich mich beliebt, und verschaffe ich mir auf diese Weise sogar mehr Respekt?”

Viele Menschen scheinen dies zu glauben, was dazu führt, dass sie ihr eigenes Arbeitspensum nicht mehr bewältigen können. Dies wiederum gefällt dann auch naturgemäß dem Chef nicht und führt zu weiteren Konsequenzen,bis hin zur Entlassung. Aber das gerade ist ja das Letzte, was man will, nicht wahr?

  Sie kennen alle bestimmt das Szenario aus Erzählungen von einer Ihrer Bekannten oder haben es sogar selber schon einmal erlebt: da wird man gebeten, noch -zig Kopien für eine Arbeitskollegin/ einen Arbeitskollegen anzufertigen, diese “kleine” Tätigkeit eben mal zu machen oder hier einmal auszuhelfen. Man möchte gefällig sein und nicht als “Nein-Sager” verschrieen werden – also erledigt man – innerlich seufzend  -so manche Bitte. Dies führt dann oft dazu, dass ein Gespräch mit dem Chef ansteht, der einem vorhält, dass man das Erledigen des eigenen Arbeitspensums vernachlässigt.

Also einfach ein Teufelskreis – wenn man den Kollegen/Kolleginnen eine Bitte abschlägt, existiert die Angst, von diesen nicht respektiert zu werden, was wiederum dazu führt, dass der Chef mit der Arbeit unzufrieden ist….

Wie bloß kann man sich aus diesem Teufelskreis befreien? Die Antwort ist nun so einfach wie naheliegend: Sagen Sie einfach höflich aber bestimmt:” Ich muss noch dies und das tun, damit ich meine eigene Arbeit erledigt habe. Wenn ich nachher noch Zeit haben sollte, kann ich gerne aushelfen!” Lassen Sie – der/die Sie dieses Problem haben, nicht alles unausgesprochen mit sich machen. Respekt erhalten Sie nur, wenn Sie in der Lage sind, Ihren Standpunkt klar und höflich zu vertreten- und dies auch tun!! Es gibt ja diesen Ausspruch, dass jedermanns Freund jedermanns Depp ist – dies soll nicht auf Sie zu treffen! Eine klare und dabei höflich gemachte Äußerung kann Wunder bewirken, noch dazu, wenn man bisher dies von Ihnen nicht gewohnt war! Denken Sie immer daran, dass ein “Nein” nichts damit zu tun hat, dass Sie etwa nicht gefällig sein wollten! Ein “Ja” ist immer dann gut, wenn es auch wirklich zu der Situation, in der Sie gerade sind, passt, ohne, dass dabei Ihre Belange auf der Strecke bleiben! Dies ist ein sehr wichtiger Punkt, den Sie nicht aus den Augen verlieren dürfen.

Nur, wenn es Ihnen gut geht, können Sie auch aus freiem Herzen und mit vollem Engagement helfen! 

Dass Ihnen das zukünftig gelingen möge, wünscht Ihnen von Herzen

Ihre

Marina Schott

Jun

15

Liebe Besucher und Besucherinnen meines blogs,

heute möchte ich mich mit dem Thema der Harmoniesucht/ des Harmoniestrebens in einer Beziehung beschäftigen.

Wie Sie – als aufmerksamer Leser – bestimmt schon bemerkt haben werden, gilt es ja eine Gradwanderung zu machen zwischen dem Streben nach Harmonie um jeden Preis (Harmoniesucht) und einer harmonischen Beziehung, wie sie sich jeder Mensch wünscht.

Heut möchte ich einmal diese Sucht in bezug auf eine Partnerschaft oder Beziehung beleuchten:

zuerst einmal: jeder Mensch wünscht sich eine Beziehung, die auf Harmonie basiert. Ohne diese kann man keine Konfliktsituation im Alltag bewältigen, denn die Basis des Gleichklangs  ist die Voraussetzung für ein gutes Miteinander. “Harmonia” aus dem Lateinischen wird deshalb auch übersetzt mit “Einklang”.  Nur, wenn beide Partner an “einem Strang ziehen”, ist die Bewältigung vieler Probleme des Lebens möglich.

Worin liegt es denn nun aber, dass genau dieser Gleichklang in so vielen Beziehungen fehlt? Geht man nicht eigentlich davon aus, dass es gerade in einer Beziehung, da man sich mag und schätzt, einfacher sein müßte, diesen zu leben, als zum Beispiel mit seinen Arbeitskollegen?

Genau das Gegenteil ist meistens leider der Fall und zwar deshalb, weil man in einer Partnerschaft “näher an dem anderen dran” ist. Man steht sich einfach näher und dieser Umstand macht es meistens – so paradox es auch klingen mag -  schwieriger, mit dem anderen im Gleichklang zu kommunizieren. Oft fehlen die Worte, da die emotionale Ebene eine ganz andere ist als im Büro. Je mehr Emotionen zum Tragen kommen, desto schwieriger ist eine klare und höfliche Kommunikation. Diese aber genau ist es, die dazu verhilft, eine Verständigungsebene zu schaffen, Mißverständnisse auszumerzen und vorallem seinen Standpunkt klar und eindeutig zu vertreten.  Lieber geben viele Menschen dann ” um des lieben Friedens willen” nach, um so “Ruhe” zu haben und verkennen dabei völlig, dass diese “Ruhe” keine ist im eigentlichen Sinne, denn die Konflikte wurden nicht ausgetragen, sondern tot geschwiegen.

Was aber können Sie tun, wenn Sie sich in der “Harmoniesuchtfalle” mit Ihrem Partner befinden und diesen Zustand ändern wollen?

Suchen Sie auf jeden Fall immer das Gespräch mit Ihrem Partner. Verfallen Sie nicht in eine Lethargie nach dem Motto: “Darüber haben wir schon tausend Mal gesprochen – es ändert sich ja doch nichts!” Denn wenn Sie schon die besagten -zig Male darüber gesprochen haben und ein Thema kommt immer wieder auf den Tisch, dann ist dieses Thema eben noch nicht ausdiskutiert und gibt immer wieder Anlass zu neuem Ärger. Nehmen Sie sich die Zeit, sich mit Ihrem Partner in Ruhe hinzusetzen und halten Sie – bestimmt aber freundlich – nicht mit Ihrer Meinung hinter dem Berg. Ihr Partner wird so die Chance bekommen, in aller Ausführlichkeit zu verstehen, warum Sie diesen oder jenen Punkt so sehen, oder warum Sie eben diese oder jene Meinung vertreten. Versuchen Sie auch in aller Ehrlichkeit die Standpunkte Ihres Partners zu begreifen und lassen Sie ihn so ausführlich, wie es ihm angemessen erscheint, ausführen, WARUM er so oder so denkt! Ich möchte es an dieser Stelle nochmals betonen: Nehmen Sie sich für ein solches Gespräch Zeit und vermeiden Sie es, wenn möglich, dass alle fünf Minuten Ihr Handy klingelt!

Wenn Sie dann – nach ehrlichem gegenseitigem Bemühen zu einer Einigung im Sinne der Annäherung der Standpunkte kommen, dann haben Sie sich richtig miteinander auseinandergesetzt! Sie haben in diesem Fall ehrlich um eine gemeinsame Basis gerungen! Und genau dies ist das Gegenteil von “Harmoniesucht”: Ihre gegenseitige Einigung basiert dann auf der Darlegung Ihrer gegenseitigen Standpunkte und nicht lediglich auf einem Nachgeben um des lieben Friedens willen.

Für heute möchte ich zusammenfassen: Das Streben nach Harmonie in einer Beziehung, so, wie ich es eben beschrieb, nämlich ein AKTIVES Streben, ist eine absolute Hilfe in einer Beziehung. Dies aber bedeutet ein Arbeiten miteinander!

Lediglich ein Schweigen oder ein”ist ja gut!” ist hinderlich für ein harmonisches Zusammenleben, ja geradezu gefährlich: jede nicht geführte Auseinandersetzung ist eine vertane Chance auf eine von Gleichklang und Achtung getragene Beziehung.

Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen eine aktive und gewinnbringende Auseinandersetzung mit Ihrem Partner!

Für heute grüße ich Sie herzlich.

Marina Schott

Jun

10

Liebe Besucher/ Besucherinnen meines Blogs, hallo Freundinnen und Freunde,

heute möchte ich einmal den Unterschied von Harmoniestreben und Harmoniesucht diskutieren. Viele meiner Freunde verwechseln diese Begriffe, so dass ein lediglich um Ausgleich und Streit – Schlichtung bemühter Mensch oft in einen Topf mit den Menschen geworfen wird, die um jeden Preis einem Streit aus dem Weg gehen oder Auseinandersetzungen meiden, egal, ob sie sich ungerecht behandelt fühlen und auch egal, ob sie dabei immer den kürzeren ziehen. Diese Menschen, denen es egal ist, ob sie dabei leiden und sich sozusagen “selbst vergewaltigen”, bezeichnet man als “harmoniesüchtig”, da es nicht mehr um die Sache als solche sondern lediglich um einen “Schein”-Frieden geht, der für solche Menschen eben erstrebenswert erscheint – dies reden diese sich jedenfalls ein.

Das Interessante dabei ist, dass diese sehr wohl wissen, dass sie mit einem punktuellen “Frieden” gar nichts erreichen, weil eben auf der Kommunikationsebene nichts geklärt ist, sondern die Problematik lediglich – und das auch nur augenblicklich und nicht auf Dauer- zeitlich verschoben wird.  Wovor haben denn nun harmoniesüchtige Menschen Angst? Warum sprechen sie selten Punkte offen an, wehren sich bei Ungerechtigkeiten und vertreten ihren eigenen Standpunkt? Ja, der Begriff “Angst” ist hier wohl am Platz!

Also ich glaube, dass es die Angst vor Ablehnung und Verlust ist, die sehr viele Menschen dazu bringt, ihren Standpunkt nicht zu vertreten und alles zu tun, um für sie brenzlige Situationen im Keim zu ersticken. Und jetzt kommt der Umkehrschluß: gerade weil sie so sind, sinken sie in der Achtung ihrer Mitmenschen, denn wie heißt es so schön?” Jedermanns Freund ist jedermanns Depp!”

Die Maxime sollte also lauten: “Vertritt deinen Standpunkt! Zeige Rückgrat, auch wenn das nicht immer der bequemste Weg ist!”

Damit erreicht man genau das, was doch wohl die meisten Menschen wollen, nämlich den Respekt und die Achtung der Mitmenschen!