Sep

27

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute möchte ich Ihnen einmal vor Augen führen, wie leicht es ist, sich selbst zu finden, wenn Sie sich nur darauf einlassen!

Wieviele von Ihnen haben das tägliche Hamsterrad satt, in dem Sie sich gefangen fühlen, ohne dass Sie ein Licht am Ende des Tunnels sehen können? Verdienen Sie, was Sie verdienen? Machen Sie wirklich das aus Ihrem Leben, was Sie schon immer machen wollten? Fühlen Sie sich wert – geschätzt mit dem, was Sie tun? Ist Ihnen Ihre verdiente Anerkennung sicher?

Oder schleppen Sie sich jeden morgen zu einer Tätigkeit, die Sie nicht mögen, mit Kolleginnen und Kollegen, die Sie nicht schätzen, um dann den Feierabend zu verbringen, mit Fernsehprogrammen, die Sie langweilen?

Aber warum ist das so?? Wie oft haben Sie sich schon gesagt, dass Sie etwas ändern wollen, aber Sie wissen beim besten Willen nicht, wo Sie anfangen sollen? Sie haben eine Ahnung, dass Sie so nicht weiter machen wollen, aber welche Alternativen gäbe es gerade in Ihrem Fall?

Oder gehören Sie auch zu den Menschen, die diese Fragen vom Personalchef fürchten:” Worin liegen ihre Stärken – wo sehen Sie ihre Schwächen?” Zu diesem Fragen fallen Ihnen auf Anhieb keine Antworten ein;  so antworten Sie meistens etwas lahm:” Ich bin teamfähig und flexibel sowie kundenorientiert!” Aber Sie wissen innerlich genau, dass dies in der heutigen Arbeitswelt Selbstverständlichkeiten sind, die einfach vorausgesetzt werden!

Wie können Sie sich nun aus diesem Dilemma befreien??

Nehmen Sie einen Zettel und einen Stift zur Hand.  Geben Sie sich mindestens eine Stunde Zeit. Schalten Sie alle störenden Elemente aus ( Handy, Telefon). Machen Sie jetzt auf dem Zettel das so genannte “Adenauer-Kreuz”. Auf die eine  Seite schreiben Sie die Überschrift: STÄRKEN auf die andere die Überschrift: SCHWÄCHEN.

Nun beginnen Sie in aller Ruhe das zusammenzutragen und auf zuschreiben, was Ihnen einfällt. Hierbei sollten Sie beachten, dass es nicht nötig ist, hochtrabende Dinge zu Papier zu bringen – nein, im Gegenteil, gerade die kleinen und scheinbar nicht erwähnenswerten Dinge sind es, die endlich einmal aus der Tiefe geholt und gewürdigt werden müssen!

Einige Beispiele sollen Ihnen helfen:

Beschäftigen Sie sich zuerst – dies ist wichtig!! – mit Ihren Stärken. Wenn Sie so beginnen, werden Sie erstaunt sein über sich selber und darüber, wieviele Stärken Sie besitzen! Hier einige Gedankenanregungen:

Können Sie gut zu hören?
Können Sie gut kochen? Wenn ja, welches Gericht besonders gut?
Können Sie gut Witze erzählen?
Sind Sie ein/e gute/r Gastgeberin/ Gastgeber?
Sind Sie besonders sportlich?
Kennen Sie sich mit Blumen/Botanik aus?
Können Sie besonders gut mit älteren Menschen umgehen?
Verstehen Sie viel von Musik?
Haben Sie ein Hobby und sind ein/e Fachmann/Fachfrau auf diesem Gebiet?
Können Sie gut dichten/schreiben/vorlesen?
Sind Sie besonders redegewandt?

Dies sollen nur einige Gedankenanstösse für Sie sein, in welche Richtungen Ihre Überlegungen Sie führen könnten.Lassen Sie auch nicht die kleinsten Dinge – mögen Sie Ihnen auch noch so unbedeutend erscheinen- aus. Dies ist wichtig, damit Sie nachher ein möglichst vollständiges Gesamtbild erhalten.
Wenn eine Stunde – dies ist auch lediglich eine Empfehlung – nicht ausreicht, nehmen Sie sich soviel Zeit, wie Sie benötigen; werden Sie in dem von Ihnen gesetzten Zeitlimit nicht fertig, dann nehmen Sie die Gedanken an einem anderen Tag wieder auf. Feilen Sie so lange an Ihrer Checkliste, bis Sie den Eindruck der Vollständigkeit haben!
Wenn Sie mit sich zufrieden sind und glauben, alle Stärken erfasst zu haben, erst dann wenden Sie sich bitte Ihren Schwächen zu – Sie werden bemerken, dass Sie diese nun in einem völlig anderen Licht sehen werden… bei den vielen Stärken, die Sie zusammengetragen haben, darf man ja auch mal ein paar Schwächen haben, nicht wahr? Die hat ja jeder Mensch!
Lesen Sie danach noch einmal alle die Stärken in Ruhe durch, die Sie zusammengetragen haben: mit Sicherheit werden Sie sich wundern, was alles in Ihnen steckt – haben Sie gedacht, dass Sie so vielseitig sind? Freuen Sie sich an diesen Eigenschaften und loben Sie sich innerlich! Leider ist es in Deutschland “chick”, sein Licht unter den Scheffel zu stellen – unsere amerikanischen Freunde und das Land mit den meisten “Self -made-Millionären” sind uns in diesem Punkt um Längen voraus!

Sie werden feststellen, dass Sie zu sich selbst sagen können:” Ich bin Spitze!” Geniessen Sie das Gefühl – Sie werden bemerken, dass dieses Ihnen ein neues Lebensgefühl vermitteln wird!
In Zukunft wird Ihnen sofort auf die Frage, worin Ihre Stärken und Schwächen bestehen, Vieles einfallen; dieses wird Ihnen mit Sicherheit auch in beruflicher Hinsicht eine große Hilfe sein, ganz in dem Sinne einer Tempelaufschrift vor vielen, vielen Jahren” Erkenne Dich selbst!”

Ich wünsche Ihnen von Herzen ein gutes und vollständiges Ausfüllen Ihrer ganz persönlichen Checkliste!
Ihre
Marina Schott

Sep

15

Liebe Leserinnen und Leser,

ich hatte in der letzten Zeit ein wenig Musse, mir Gedanken über meinen Blog zu machen, daher brauchte ich auch eine kleine Aus-Zeit. Folgende Fragen habe ich mir gestellt: Wie kann ich für jedermann einen Nutzen bieten? Welche Problemlösungen beschäftigen die meisten meiner Leserinnen und Leser? Wie kann ich es anstellen, dass mein Blog mehr Interesse hervorruft,mehr Anregungen bietet und Gedanken anstößt und vorallem demzufolge auch mehr Echo in Gang setzt??? – denn aufgerufen werden die Artikel schon, aber leider haben – bis jetzt – die wenigsten Leserinnen und Leser einen Kommentar abgegeben, der das Salz in der Suppe eines blogs ist!

Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass das von mir favorisierte Thema” Harmoniestreben” viele Menschen zwar anspricht, aber die Thematik doch vielleicht ein wenig zu eng gesteckt ist, um ein vielfältiges Echo hervorzubrigen, wie ich es mir aber sehr wünschen würde! Deshalb möchte ich in Zukunft ein vielfältigeres Spektrum behandeln.

Auf Grund meiner Ausbildung als Vermittlungscoach habe ich schon vielen Menschen in verschiedenen Situationen helfen können, denn Hilfe anzubieten und nicht nur Artikel zu verschiedenen Themen zu schreiben, ist der Sinn meines Blogs!

Schreiben Sie mir also einfach, was Sie bewegt, ob auf dem beruflichen oder privaten Sektor, und ich werde Ihnen gerne mit meinem  Rat zur Seite stehen.

Um dieses neue Kapitel einzuleiten, möchte ich einen Teil aus dem Kapitel “Karma und Reinkarnation” von Thorwald Dethlefsen aus seinem Buch: ” Das Leben nach dem Leben”, Verlag Goldmann 1984 zitieren; ich empfehle allen Interessierten, sich dieses Buch zu kaufen, da es auf dem Weg der Selbstfindung von ungeheurer Hilfe sein kann. Ich zitiere deshalb daraus, weil ich das Rad ja nicht neu zu erfinden brauche und Herr Dethlefsen aus seiner profunden Kenntnis der Gegebenheiten genau das anspricht, was auch mir unter vielen anderen Punkten ein Anliegen ist, um einen kleinen Schritt auf dem so notwendigen Weg zur Selbsterkenntnis zu gehen: ( was wiederum zu meinem Hauptthema führt, denn ob man Harmoniesüchtig ist, muss jeder für sich selbst erkennen!)

“Es gibt keinen Zufall! Der gesamte Lebenslauf eines Menschen ist aus dem Horoskop ersichtlich, dem Abbild der Gestirnskonstellation in der Minute der Geburt. Mein ganzes Leben hängt von dem Zeitpunkt der Geburt ab. Wäre ich also “zufällig” ein paar Stunden früher oder später geboren, wäre ich ein ganz anderer Mensch mit einem ganz anderen Schicksal geworden……….” ” Jedes Ereignis ist die formale Verwirklichung eines Inhalts. Also kann der Zeitpunkt der Geburt nicht zufällig sein, sondern muß formaler Ausdruck von Inhalten sein. Wo sind aber diese Inhalte, die den Beginn des Lebens formal determinieren? Hierauf gibt es nur eine logische Antwort: in einem früheren Leben! Die nicht gelösten und “erlösten” Probleme des vorigen Lebens setzen den Inhalt, der sich gesetzmäßig einen formalen adäquaten Zeitpunkt zur Inkarnation sucht. Das Horoskop einer  Geburt, diese Lebensformel ist gleichzeitig eine Art Bilanz des letzten Lebens. Die Natur hat Zeit: Was der Mensch nicht in diesem Leben verwirklicht, nimmt er mit ins nächste – erspart bleibt ihm nichts!”…….” Ein Leben ist also das Ergebnis des vorigen Lebens und gleichzeitig das Fundament des nachfolgenden Lebens. Mit anderen Worten: Ich ernte in diesem Leben die Früchte,- seien sie nun gut oder schlecht! -, die ich in meinem vorigen Leben gesät habe, säe aber gleichzeitig die Früchte meines nächsten Lebens. Zeitlich verkleinert gilt das gleiche für jede einzelne Tat: Sie ist immer Form eines füheren Inhalts und gleich zeitig Inhalt für eine spätere Form. Bewußt leben heißt, in jedem Augenblick sich dieser Verantwortung nach beiden Seiten hin gegenwärtig zu sein.”

Diese Zeilen habe ich für Sie ausgesucht, in der Hoffnung, dass sie den Einen oder Anderen zum Nachdenken anregen werden.

Sie lesen bald wieder von mir! Bis dahin: bleiben Sie gesund!

Herzlichst

Marina Schott

Jul

21

Liebe Freundinnen und Freunde der Harmonie,

heute möchte ich einmal ein Thema behandeln, dass so ungeheuer wichtig ist und doch von vielen Menschen nicht oder nicht genügend beachtet wird: die Selbstliebe oder auch die Eigenliebe genannt in Beziehung zur Harmoniesucht.Obwohl sich in der heutigen Zeit sehr Vieles aus der Abgrenzung heraus (leider!) definiert und Eigen-oder Selbstliebe manchmal geradezu verpönt ist, geht ohne eine gesunde Portion Eigenliebe- gerade auch in mitmenschlichen Beziehungen – gar nichts. Dies erstreckt sich auf alle Bereiche unseres Lebens, sei es nun im Privat-oder Berufsleben. Der Mensch vermag ohne eine gewisse Portion Egoismus – also eine auf das “Ich” bezogene Handlungsweise ( was nichts mit Egozentrik zu tun hat, wobei hier das “Ich” zum Massstab aller Dinge wird) weder ein gutes Privatleben zu führen noch im Berufsleben voranzukommen. Ich behaupte sogar, dass die allerwenigsten Menschen mit ihrem eigenen “Ich” richtig, das heißt im besten Sinne”gesund”, in der Lage sind, umzugehen. Um nicht von einem Extrem ins andere zu fallen, ist auch hier wieder das berühmte Mittelmaß gefragt, ein Maß, was sich eben genau in der Mitte ansiedelt. Die Schwierigkeit besteht also darin, eine Balance zu finden, zwischen einem gesunden Selbst-Wert-Gefühl und einem Gefühl wann es die Situation erfordert, den Anderen in den Mittelpunkt seines Handelns und Denkens zu stellen, ohne sich selbst zu vernächlässigen!  

Wenn nun ein Mensch unter Harmoniesucht leidet, erfordert es einige Bewußtwerdungsprozesse, um sich dieser zu entledigen: zuerst einmal ist es dringend notwendig, sich seiner Stärken und seines Wertes wirklich bewußt zu werden und diese zu erkennen. Am effektivsten ist dann die Frage an sich selbst zu stellen:”Was kann ich, was zeichnet Mich – also mein Wesen, meinen Charakter, mein So-Sein  -aus?” Es ist von großer Bedeutung, diese Eigenschaften dann auch schriftlich festzulegen! Nur so kann ein von der Harmoniesucht betroffener Mensch zur vollen Erkenntnis gelangen:” Ach, ich bin ja o.k!” Nach einer solchen geistigen “Nabelschau”, die Erkenntnis und die Einsicht bringt, dass man selber viele Vorzüge und gute Eigenschaften hat, ist es dann möglich, das Problem der Harmoniesucht dahingehend in den Griff zu bekommen, dass die eigene Wertigkeit erkannt und der Andere in diese Wertigkeit sozusagen integriert wird in dem Sinne:” Du bist o.k , aber ich bin es auch!” Wenn erst einmal diese Eigen-Erkenntnis gewonnen ist, ist der erste – und vielleicht der schwierigste- Schritt getan hin zu einer anderen Projektion in Bezug auf die Mitmenschen. Denn nur ,wenn wir unsere Wertigkeit kennen, können wir uns im täglichen Leben auch behaupten. Erst dann sind wir dazu in der Lage, unsere eigenen Standpunkte, unseren eigenen Willen und unsere eigenen Wünsche zu formulieren und auch durchzusetzen.  Dieses führt uns nun wiederum dazu, die Harmoniesucht zu überwinden, indem wir unsere eigene Wertigkeit in die Kommunikation mit dem Gegenüber einbringen, in dem wir instand gesetzt werden, dass,was wir denken, auch zu formulieren, um so auch das zu bekommen, was wir uns wünschen. Nur, wenn wir uns  in die Lage versetzen, klar und deutlich unsere Wünsche und Gedanken zu kommunizieren, werden wir auch das bewirken, was wir beabsichtigen.

In diesem Zusammenhang ist noch ein wesentlicher Punkt anzumerken: DIE ANGST! Die meisten Menschen, die in der Harmoniesuchtfalle stecken, haben regelrecht Angst, ihrer Umwelt das zu sagen, was sie in der jeweiligen Situation denken, weil…ja weil eben das Selbstwertgefühl fehlt und sie immer mit schlimmen Folgen rechnen: sei es, dass sie fürchten, vom Partner verlassen zu werden, wenn sie eine dem Partner nicht “genehme” Reaktion zeigen, sei es, dass sie Angst haben, im Berufsleben von Kolleginnen oder Kollegen nicht mehr akzeptiert oder respektiert zu werden:  aber – Sie werden sehen, der Sie eventuell davon betroffen sind: das Gegenteil wird der Fall sein: gerade nämlich WEIL Sie Flagge zeigen und Ihre Wünsche zum Ausdruck bringen, steigt Ihre Akzeptanz und der Respekt, den Sie bei Ihren Mitmenschen erhalten werden in dem Masse, in dem Sie dies tun! Sie zeigen dann- genau nach Ihrer schriftlich ermittelten Wertigkeit – dass Sie eine wirkliche Persönlichkeit sind.  

Eine echte Bereicherung in dem Leben der von Harmoniesucht Betroffenen wird diese Erfahrung auslösen und ihnen helfen,je mehr sie sich zu ihrer eigenen Wertigkeit bekennen und  damit Selbstliebe in sich auszulösen imstande sind, der Harmoniesucht für immer “Adieu” zu sagen!

Herzlich

Marina Schott

Jul

12

Liebe Bloggerinnen und Blogger,liebe Interessentinnen und Interessenten,

diese Frage wird mir immer wieder gestellt. Die Antwort ist so klar wie simpel: selbstverständlich hat das Eine mit dem Anderen zu tun – ja, ich glaube, dass das Eine sogar oft das Andere bedingt! Wie sonst ist es zu erklären, dass gerade Personen, die sich selbst  nicht besonders “lieben” der Harmoniesucht verfallen sind! Wenn ich mir meiner BEWUßT bin, dann kann ich auch meine Meinung vertreten, da sie gleichberechtigt neben der des anderen steht. Sich aber seiner bewußt zu sein, bedingt, dass ich mich selber auch annehme – mit meinen Stärken und meinen Schwächen. Es ist oft bemerkenswert, mit an zu sehen, wie wenige Menschen auf der Suche nach sich selbst sind – denn dann würden sie – getreu dem Motto “Wer suchet, der findet!” – auch wissen, welche Schwächen und Stärken sie haben.  

Diese Erkenntnis ist dann einer der Schlüssel – und ein ganz wichtiger dazu!! – sich selbst, wie in einem Spiegel, anzuschauen, um an sich selbst zu arbeiten! Dieses “An-sich-Arbeiten” kommt in der hektischen und karrieregesteuerten Umwelt oft zu kurz, weil alles andere wichtiger erscheint! Dabei gibt es erst einmal nichts, aber auch gar nichts Wichtigeres als sich selbst!! Das “Sich-Selbst-Erkennen” ist  nicht nur der Schlüssel sondern auch der Dreh- und Angelpunkt für fast alles, was uns im Leben begegnet! Wir projezieren unser So-Sein auf unsere Umwelt, Wir  bestimmen, wie wir mit unserer Umwelt in Kontakt treten, wie wir mit ihr umgehen und letzendlich auch, wie wir auf sie reagieren. Alles hängt sozusagen von unserem “Ausgangspunkt” ab – und unser Ausgangspunkt  sind wir selbst! Damit geht natürlich sehr Vieles einher: da ist einmal ein erster Faktor zu nennen: die Angst! Sich selbst anzuschauen – der Spiegel sagt die Wahrheit – bedeutet, offen zu sein für das Ergebnis und mutig zu sein, wenn das Ergebnis nicht gefällt, für Veränderung! 

Was ist denn, wenn das Ergebnis nicht gefällt? Und: Wo fange ich mit der Veränderung an und mit welcher, dass mir mein Spiegelbild gefällt? Wie will ich denn überhaupt sein? Habe ich denn die Möglichkeiten, mich zu verändern oder bin ich dazu gar nicht fähig? Die Antworten auf diese Fragen sind so vielfältig, wie die Individuen, die sie stellen! Eine große Hilfestellung aus dieser Misere ist…..

die “innere Stimme” oder, wie man auch sagt, das Gewissen. Im Grunde seines Herzens weiß jeder, der denn bereit ist, auf diese Stimme zu hören, was er als nächstes tun MUSS! Die Frage ist, ob er es dann auch tut! Denn – und das wissen wohl intuitiv die meisten Menschen – einfach ist dies nicht! Es ist mit Schmerzen und mit Geduld, es ist mit Wahrheisliebe und mit Einsicht verbunden! Aber der Gewinn, wenn man denn bereit ist, diesen eigenen Weg zu gehen, ist mit nichts und keinem Geld der Welt aufzuwiegen: ein gewonnener Kampf, der schwerste, den man im Leben führen kann, nämlich der, gegen sich selbst, wurde gewonnen! Aus diesem Kampf geht eine eigenständige Persönlichkeit hervor, ein Mensch der sich im wahrsten Sinne des Wortes “Seiner – Selbst -bewußt” ist, der den schwersten Kampf, den es gibt, gewonnen hat: Den Kampf gegen sich selbst! Mit Sicherheit ist das Glücksgefühl, das man dann hat, mit nichts zu vergleichen!

Daß jeder, der sich angesprochen fühlt, den Mut hat, sich den eigenen Spiegel vorzuhalten und fortan ein zufriedenes und er-fülltes Leben führen kann, wünscht von Herzen

Marina Schott

Jun

29

Liebe Besucherinnen und Besucher meines blogs,

heute möchte ich von einer sehr traurigen Angelegenheit berichten und Euch bitten, mir Eure Meinung zu schreiben.

Aus gegebenem Anlass quält mich die Frage, die ich in der Überschrift gestellt habe. Ein Mensch, der mir sehr nahe

steht, ist  – nach menschlichem Ermessen –  unheilbar, erkrankt. Die Ursache hierfür ist eindeutig Magersucht.

Was nun kann einen Menschen veranlassen, keine oder nur ganz “abgewogene” Nahrung zu sich zu nehmen? Ich denke, dass die Antworten genauso vielschichtig sind, wie das Problem. Mit Sicherheit – und ich kann hier nur auf einzelne Punkte eingehen -, denn mit dieser Krankheit beschäftigt sich mittlerweile ein Heer von Fachleuten, jedoch ohne diese Krankheit in den Griff bekommen zu haben, weil dies einfach auf Grund der verschiedenen Ursachen und natürlich der verschiedenen Persönlichkeiten, die von dieser Krankheit betroffen sind, einfach unmöglich ist,- hat es etwas damit zu tun, dass die betroffene Person sich nicht selbst lieb hat! Wissen wir doch, dass die Selbst- Ablehnung ein großes Problem in der Psychologie darstellt. Wie aber – um alles in der Welt – kann es sein, dass man sich derart ablehnt, dass man seinem Körper die wichtige und auch notwendige Nahrung verweigert und damit geradezu heraufbeschwört, dass der Körper dann irgendwann auch nicht mehr weiter existieren möchte?

 Gibt es eine Arte Gleichgültigkeit der Betroffenen in Bezug auf ihr eigenes Leben? Kann es das geben, dass man sich so ablehnt, dass sogar der Tod ab einem bestimmten Stadium egal ist oder zumindest in Kauf genommen wird? Viele traurige Schicksale haben bewiesen, dass es wohl Menschen gibt, bei denen dies zutrifft! Magersucht ist ja anerkanntermassen eine Krankheit, die mit fehlgeleiteten Kontrollmechanismen zu tun hat- zum Beispiel im Gegensatz zur Alkoholsucht! Was aber möchten die Betroffenen kontrollieren – sich selbst, ja, aber was genau an sich selbst?? Essen ist ein Ausdruck von Lebensfreude, die diese Menschen nicht haben? Oder nicht zulassen wollen? Essen bedeutet auch ein sinnliches Vergnügen – auch das wird abgelehnt, weil auch so ein Vergnügen nicht zugelassen wird, unterdrückt werden soll?

 Wie kann man sich zum Beispiel mit 35 Kilo bei 1,65 noch angenehm und gut aussehend finden? Wie gekränkt und bis in die tiefsten Tiefen verletzt muss eine Seele sein, die konsequent über Jahre hinweg die Nahrung verweigert oder nur in ganz geringem Masse zulässt? Warum können sich viele Betroffene nicht aus dieser Situation befreien oder wenigsten Hilfe zur Befreiung annehmen? Ist es gerade ein “Markenzeichen” dieser Krankheit, dass diese Menschen sich ja völlig gesund fühlen?? Wo könnte hier Hilfe ansetzen, denn diese Menschen sehen doch, dass sie zumindest magerer sind als andere oder stellt sich das ihnen einfach nicht dar??  Es gibt so viele Fragen, wie es Menschen gibt, die davon betroffen sind.

Einige Zeit wurde diese Krankheit auch in den Medien thematisiert – dies geschieht schon seit längerer Zeit nicht mehr, oder es ist mir nicht mehr bekannt !

Unser Leben ist mit so vielen Erwartungshaltungen der Mitmenschen gespickt – jeder möchte, dass wir funktionieren und Höchstleistungen vollbringen - auf welchem Sektor ist fast egal – so dass viele Menschen dem Druck einfach nicht mehr gewachsen sind. Daher sucht sich die Seele dann ein anderes Ventil – und es bedeutet unsagbar viel Kraft – und Willensentfaltung, dagegen zu kämpfen und das zu tun, was einem selbst wichtig ist und gut tut!  

Nun möchte ich auf die Frage kommen, die ich in der Überschrift meines blogs gestellt habe:

Ich bin fest davon überzeugt, dass Harmoniesucht lediglich vordergründig nichts mit Magersucht zu tun hat – dass heißt natürlich um Gottes Willen nicht, dass Harmoniesucht zu Magersucht führen muss!! Aber es liegt doch eine gewisse Gefahr in der Tatsache, es allen recht machen zu wollen, indem man sich selbst hinten an stellt! Eine große Stabilität im Leben stellt die eigene Selbstsicherheit dar, die davor schützt, dass man sich selbst und die Dinge, die für einen wichtig sind,  zu häufig vernachlässigt! Leider ist eben gerade diese Selbstsicherheit bei vielen Menschen nicht ausgeprägt genug, um eben auch “in rauhen Zeiten” zu bestehen! Also kristallisiert sich für mich eine Wesentlichkeit heraus, die vor psychischen Krankheiten bewahren kann – leider nicht zwangsläufig muss – die Eigenliebe!! Das hat nun ganz und gar nichts mit Egoismus zu tun, sondern mit der absoluten Notwendigkeit, die Seele vor dem Ansturm der Mitmenschen und Ihren Forderungen zu schützen.

Die bedeutet auch, sich gegen die Meinung der anderen durchsetzen zu können und nicht sofort umzuknicken, wenn eine nahe stehende Person zum Beispiel sagt:” Dass du das oder das tust, kann ich aber nicht akzeptieren!” 

Na, dann eben nicht – man selber muss sich gut fühlen – die Folgen, wenn der Betroffene auf den Menschen mit dem guten Ratschlag hören würde, und der Ratschlag erweist sich dann als falsch, wird bestimmt nicht mit getragen, sondern diese Folgen muss man dann ja auch selbst aus löffeln!

Also: seien Sie immer sie selbst und tuen Sie wirklich nur und alleine das, von dem Sie glauben, dass es Ihnen gut tut – auch, wenn Ihre Umgebung das anders sehen sollte!

Das Leben kann so schnell vorbei sein, und dann gibt es eben keine neue Chance mehr, dieses oder jenes gerade zu rücken oder zu ändern! Das sollten wir niemals vergessen!

Herzlichst Ihre

Marina Schott