Sep

25

Kennen Sie folgende Situationen?

  • Sie sagen oft einfach, fast reflexartig „ja“ bei jedem Wunsch, der an Sie herangetragen wird, ohne, dass Sie sich überlegen, was für Sie einen Vorteil bringt, oder was Ihnen gerade nützt?

  • Sie können Ihrem Gegenüber nicht oder nur sehr schwer vermitteln, was für Sie wichtig ist und kommunizieren viel zu wenig Ihre Wünsche mit dem anderen?

  • Sie sind bereit, auch noch nachts zur die Tankstelle zu fahren (Entfernung 5 km) auch wenn Sie sich den ganzen Tag über gestritten haben, um Ihrem Partner ein six-pack Bier zu holen, anstatt ihm zu sagen, dass er wohl eine Mei..e hat, Sie nach diesem unschönen Tag auch noch um Etwas zu bitten? Und dann noch soo spät???

  • Sie geben schnell und auch dann nach, selbst wenn der andere klar im Unrecht ist?

  • Sie haben nicht so viel Selbstvertrauen und vor allem Angst, wenn Sie Ihre Meinung sagen, dass der Partner Sie verlassen könnte?

  • Sie möchten immer und bei allen Menschen (auch im beruflichen Umfeld) gut angesehen sein, unabhängig davon, ob Sie diese Menschen nun besonders schätzen oder nicht?

  • Sie sagen “JA“ wenn jemand in Ihrer näheren oder weiteren Umgebung Hilfe benötigt, auch, wenn Sie erkennen, dass Sie lediglich ausgenutzt werden?

  • Sie sind nicht besonders belastbar und gehen möglichst jedem Konflikt- also einer Auseinandersetzung – aus dem Weg?

  • Auch wenn Sie es geschafft haben, dass „Frieden“ einkehrt, können Sie mit der Situation nicht zufrieden sein, da Sie instinktiv spüren, dass dies lediglich ein „fauler Frieden“ ist?
  • Sie haben sich nach einem anstrengenden Arbeitstag fest vorgenommen, zu Hause gemütlich in die Badewanne zu gehen und sich mit einem Glas Prosecco zu verwöhnen……Plötzlich klingelt das Telefon und eine weit entfernte Bekannte bittet Sie inständig, sie zum Flughafen zu bringen: Sie sagen nicht etwa: „Das ist mir jetzt zu knapp, warum hast du mir nicht früher gesagt, dass du heute die Absicht hast, zu verreisen?“ sondern Sie drehen den Wasserhahn resigniert zu und ziehen Ihren Mantel an……?

Wenn Sie diese Fragen in der Mehrzahl mit „JA“ beantworten, dann hilft Ihnen mein ultimativer Ratgeber:

“Harmoniesucht besiegen“©

Sie wollen sich von dem Druck, und dem damit verbundenen Unwohl-Sein, den dieses Handeln für Sie mitbringt, zu befreien.

  • Sie wollen endlich als eigenständige Persönlichkeit wahrgenommen werden und nicht lediglich über Ihre Hilfsbereitschaft definiert werden?

  • Es ist für Sie wichtig, wieder einmal das tun zu können, was Sie wollen und nicht immer“ um des lieben Friedens willen“ klein beigeben zu müssen?

  • Sie möchten um Ihrer selbst willen geschätzt und gemocht werden und nicht wegen Ihrer Hilfsbereitschaft Ihre „Daseinsberechtigung“ erhalten?

  • Ihre Partnerschaft soll auf gleich berechtigten Füßen stehen nach dem Motto:
    „Du bist o.k., aber ich bin es auch, so, wie ich bin?“

Wenn Sie sich auch nur in einer der geschilderten Situationen wiedererkennen, dann lesen Sie mein Anleitungsbuch “Harmoniesucht besiegen“©, dass Sie Schritt für Schritt aus der Harmoniesucht befreit – kurz, knapp, wirkungsvoll!
Lesen Sie meinen Ratgeber, und ich verspreche Ihnen erstaunliche und umsetzbare Ergebnisse.
„Harmoniesucht besiegen“© – Das Giga-Anleitungsbuch. Wenn jede Auseinandersetzung zur Qual wird, wenn Sie Ihren Standpunkt nicht nachdrücklich klar machen können – dann zeige ich Ihnen in einer Schritt-für-Schritt Anleitung anhand von praktischen Beispielen, wie auch Sie ein entspanntes und glückliches Leben führen können.

Dies werden mit Abstand die wichtigsten Zeilen sein, die Sie je lesen werden!

Für unglaubliche 9,59 €, die Ihnen eine Veränderung Ihres Lebens schenken können – griffig, kurz und knapp!

ebook "Harmoniesucht besiegen"

Gönnen Sie sich diese Schritt-für-Schritt-Anleitung hier!

Ich wünsche Ihnen eine gute Umsetzung – Sie haben es sich verdient!

Herzlichst Ihre

Sep

1

Liebe interessierte Leserinnen und Leser,

da es in aller Regel so ist, dass wir anderen oft besser helfen können als uns selbst, möchte ich heute einmal das Thema “Partnerschaft in Hinsicht auf Harmoniesucht” behandeln.

Wie kann ich nun erkennen, ob meine Freundin/ oder mein Freund harmoniesüchtig ist?

Vielleicht hat ja der eine oder andere von Ihnen schon einmal bemerkt, dass es egal ist, was er vorschlägt oder sagt, der Freund/ die Freundin stimmt fast immer zu.  Es kommen kaum Einwände oder Gegenvorschläge.  Alles, was Sie sagen oder tun, findet beim Anderen Gefallen – so scheint es Ihnen wenigstens. Merkwürdig kommt dies Ihnen jedenfalls vor, weil eine immer währende Einigkeit in allen Belangen des Lebens in den seltensten Beziehungen existiert. Sie würden sich auch manchmal wünschen, dass eine Reaktion erfolgte beim Anderen in Form eines anderen Vorschlags, eines Einwandes oder eines Widerspruchs?! Jedoch sind Ihnen kontrovers diskutierte Themen in Ihrer Partnerschaft unbekannt. Sie haben aber noch nicht mit Ihrem Partner/ihrer Partnerin gesprochen, da dies natürlich für Sie auch eine Komfortzone bedeutet, die zu verlassen mit Mühe und gegenseitiger Arbeit verbunden ist. Auf der anderen Seite wünschten Sie sich öfter einmal mehr Reaktion beim Anderen und vorallem fehlt Ihnen das, was oft als “Salz in einer Beziehung” bezeichnet wird, nämlich eine anregende und für beide Seiten konstruktive Diskussion.

Leider kommt es dazu nicht, da Ihr Partner/Ihre Partnerin alles grundsätzlich gut und richtig findet, was auch immer Sie sagen oder vorschlagen. Kommt Ihnen die eine oder andere Situation bekannt vor? Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, warum dies so ist? Oder dachten Sie manchmal, dass diese Widerspruchslosigkeit auch keine auf Dauer befriedigende Situation darstellt? Was haben Sie dann unternommen, oder haben Sie überhaupt schon einmal mit dem Gedanken gespielt, dagegen etwas zu unternehmen? Haben Sie dieses Verhalten, alles hinzunehmen, vielleicht auch schon im Berufsleben Ihres Partners/Ihrer Partnerin beobachtet oder aus den Erzählungen entnommen?

Wenn Sie diese Fragen durchgängig mit “JA” beantworten können und Sie sich damit unwohl in Ihrer Partnerschaft fühlen, ist Handeln angesagt. Aber wie??

Sprechen Sie einfach in Situationen, in denen Sie dies bemerken, offen mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin. Fragen Sie,  ob er oder sie wirklich mit der und der Lösung einverstanden ist. Fragen Sie nach ihrer/seiner Meinung in der bestimmten Situation, die Sie gerade mit ihm/ihr durchleben. Kommunizieren Sie einfach Ihre Gedanken. Lassen Sie den Anderen wissen, dass Sie wichtig finden, was er oder sie denkt und dass Sie an Ihrer Seite eine Persönlichkeit haben möchten und nicht jemanden, der zu allem “JA” und “Amen” sagt.

Im allgemeinen wird in den meisten Partnerschaften zu wenig oder gar nicht kommuniziert – die hohen Scheidungs – bzw. Trennungsquoten beweisen es. Die meisten Beziehungen gehen nicht auseinander, weil alles totgeredet sondern totgeschwiegen wurde. Suchen und finden Sie eine Kommunikationsebene  – gemeinsam – die es Ihnen ermöglicht, über sämtliche Dinge Ihres Lebens zu sprechen, von belanglosen Dingen, denn auch diese sind wichtig, bis hin zu Problemdiskussionen.

Dies bedeutet für Beide Arbeit und ein Sich-aufeinander-Einlassen. Wenn Sie jedoch diese Hürde genommen haben, werden Sie sehen, wie sehr zum Vorteil sich künftig Ihre Beziehung gestalten wird!

Dass Ihnen dieses gelingen möge, wünsche ich Ihnen von Herzen.

Ihre Marina Schott

Aug

9

Liebe Leserinnen und Leser,

lange habe ich nichts mehr auf meinem Blog veröffentlicht, denn dazu war ich nicht fähig. Da dies ein Blog ist, der sich mit psychologischen Dingen beschäftigt, dachte ich mir, dass ich einfach einmal meiner Trauer um den Verlust meiner Schwester Luft machen kann und soll. Schreiben soll  auch helfen, zu verarbeiten. 

Am 7. Dezember 2009 bekam meine Schwester die grauenvolle Diagnose, dass sie Bauchspeicheldrüsenkrebs habe. Ich war schockiert und verzweifelt, da ich wußte, dass dies, wenn nicht ein Wunder geschieht, das Todesurteil für sie war. Die Hilflosigkeit, mit der der Mensch vor so einer Eröffnung steht – sowohl der Betroffene als auch die Angehörigen- zeigt einmal mehr, dass der Mensch, trotz großer Dinge, die er geleistet hat, in seinem innersten Wesen klein und hilflos ist. Ich war unglaublich verzweifelt und konnte es anfangs im wahrsten Sinne des Wortes nicht “fassen”. Ich möchte an dieser Stelle auch sagen, dass wir einander niemals so besonders nahe waren- sie war 6 Jahre jünger als ich- und wir waren völlig verschiedene Naturen.  Sie hatte auch noch ein großes Problem, dass aber natürlich für sie nicht existierte: sie war magersüchtig.!

Ich habe sie immer sehr geliebt und alle Versuche meinerseits, eine Aussprache herbeizuführen, fielen nicht auf fruchtbaren Boden; meine Schwester sah wohl keine Notwendigkeit, sich mit mir aus zu sprechen. Ich wollte nun meinerseits auch nicht aufdringlich sein – sie hatte einen sehr anstrengenden und fordernden Job – also habe ich dann mit den Jahren auch nicht weiter auf sie eingeredet.

Am 27. Juni hatte sie Geburtstag und natürlich fuhr ich zu ihr. Sie gab eine ganz große Feier in einer tollen Location. Alles war wirklich perfekt. Sie hielt auch noch eine Rede, obwohl sie unglaublich schwach und zerbrechlich wirkte und war - kein Wunder bei 35 kilo und 1,68. Ich habe diesen Anblick kaum ertragen können und fast nur geweint. Ich hatte so einen unsagbaren Schmerz in mir, auch deshalb, weil wir uns eben nie ausgesprochen haben, um vielleicht die Chance zu haben, unsere  Beziehung zu verbessern. Sie war immer so beherrscht und kontrolliert bis zum Äußersten – eben so, wie magersüchtige Menschen sind. Eine Leichtigkeit des Seins fehlte ihr völlig – wie gerne hätte ich ihr ein wenig von mir abgegeben! Als ich sie an ihrem Geburtstag sah, wußte ich, dass es unwiederbringlich sein würde, dass sie stirbt. Trotzdem machten wir uns aus, dass ich sie am 7.8. besuchen wollte, um drei Tage bei ihr zu bleiben. Wir wollten einfach Zeit miteinander verbringen.  Davor hatte ich ein wenig Angst, denn sie brauchte medizinische Betreuung, wovon ich nun gar keine Ahnung habe, aber mein Schwager beruhigte mich dahingehend, dass dies natürlich eine Krankenschwester übernehmen würde. 

Am 1. August rief meine Schwägerin mich an, um mir mitzuteilen, dass ich, wenn ich meine Schwester noch einmal lebend sehen wollte, sofort kommen müsse. Ich hatte eine Fahrt von fast 600 Kilometern vor mir – ich sprang sofort in meine Auto- immer in Panik, dass ich sie nicht mehr lebend sehen werde können, denn ich fuhr von einer Baustelle  zur nächsten und von einem Stau zum anderen. Ich schaffte es dennoch, sie noch eine viertel Stunde zu sehen – wir haben uns an den Händen gehalten und fast nichts gesagt, da sie schon unglaublich schwach war. Ich wußte instinktiv, dass dies das letzte Mal war, dass ich sie lebend sah und versuchte, mich von ihr ( innerlich) zu verabschieden. Dass dies nicht funktionierte,  jedenfalls nicht bei mir, habe ich gemerkt, als mich mein Schwager am 7.8. um 23:00 anrief, um mir mitzuteilen dass sie um 21.00 gestorben sei. Einerseits war ich so erleichtert, dass nun endlich ihr Leiden vorbei ist und sie dort ist – davon bin ich fest überzeugt – wo es ihr gut geht. Andererseits hat mich doch die Trauer darüber, dass wir nicht mehr sprechen können, übermannt. Ich kann es noch gar nicht fassen, dass sie nicht mehr lebt – dies ist mein erster Gedanke morgens und mein letzter am Abend.Bezeichnend auch, dass sie gerade an dem Tag, an dem ich zu ihr kommen wollte, starb.

Loszulassen ist oft schwierig und dennoch so unendlich wichtig. Festzuhalten ist egoistisch, und trotzdem ist dies alles leichter gesagt als getan. Vorallem hat wirklich alles seine Zeit, und deshalb muss man sich diese Zeit der Trauerarbeit auch gönnen!  

Magersucht hat nun wieder doch sehr viel mit den Themen, mit denen ich mich auf meinem Blog beschäftige, zu tun. Denn dies ist der Schrei nach Liebe. Ich habe es niemals geschafft, meine Schwester dazu zu bringen, dass sie sich selbst liebt, dazu war ihre Krankheit der Magersucht schon zu weit fortgeschritten. Die wenigsten Psychologen sind dazu in der Lage, diesen Menschen zu helfen- es ist eines der kompliziertesten Krankheitsbilder auf diesem Gebiet!

Meine Schwester wurde 50 Jahre jung.!

Herzlichst Ihre

Marina Schott

Jul

30

Liebe Leserinnen und Leser,

wie ich Ihnen gestern versprochen habe, folgt also hier die Fortsetzung des Artikels: (wieder nehme ich, der Einfachheit halber, den “männlichen” Artikel – gemeint  sind immer Personen beider Geschlechter!)

Vielleicht hat ja der Eine oder Andere von Ihnen schon damit begonnen, sich ein paar Dinge über sich selbst zu notieren? Das würde mich riesig freuen, ist es doch der erste Schritt auf dem Weg aus der Harmoniesucht. Finden Sie nicht auch, dass es gar nicht so schwer ist, wenn man sich einmal in Ruhe  mit sich selbst beschäftigt, wirklich gute und positive Eigenschaften an sich zu entdecken, von denen man vorher gar nicht wußte, dass man sie hat?

Sollten Sie noch nicht dazu gekommen sein, meinen gestrigen Rat zu beherzigen und umzusetzen, dann haben Sie ja jetzt am Wochenende vielleicht ein wenig Muße, dies zu tun!

Wenn Sie nun auf einem Blatt Papier all die guten Eigenschaften und Fähigkeiten aufgezählt haben, die Ihnen eigen sind, dann ist das doch wirklich ein Grund, ganz stolz auf sich selbst zu sein, finden Sie nicht auch? Lassen Sie dieses Gefühl auf sich wirken und genießen Sie es!  So viele Eigenschaften, die Sie vor anderen Menschen, die Sie kennen, auszeichnen! Jetzt sagen Sie aber bitte nicht, Sie hätten nichts gefunden, was Sie für wert halten, aufgeschrieben zu werden – denn das gibt es nicht, weil jeder, aber auch jeder Mensch Eigenschaften hat, die ihn von anderen unterscheiden, und hier meine ich natürlich:gute Eigenschaften!  Einige Tipps, wo Sie bei sich suchen können, habe ich Ihnen ja gestern schon gegeben.

Fällt Ihnen spontan nichts ein, was Sie aufschreiben können, dann gehen Sie noch mal in sich und stellen sich die Frage:” Welche Fähigkeiten habe ich, die mich von meinen Mitmenschen unterscheiden?” Versuchen Sie auch nicht, etwas Großartiges zu finden, wie zum Beispiel:” Ich bin ein gottbegnadeter Sänger!” oder sonst etwas Hochtrabendes! Die kleinen und oft kaum beachteten Fähigkeiten sind es meistens, die Sie vor anderen auszeichnen!Sind Sie ein besonders umsichtiger Autofahrer? Decken Sie besonders liebevoll den Tisch? Sind Sie ein besonders geduldiger Zuhörer? Alles Dinge, die von Ihnen  beachtet werden müssen! 

Jetzt machen wir den ultimativen Zeitsprung und schauen uns an, wie Sie dann weiter vorgehen können, wenn Sie sich neu entdeckt haben! Gewappnet mit den neuen Erkenntnissen über sich selbst, probieren Sie vielleicht, in Ihrem Freundeskreis beginnend, aus, wie es ist, wenn Sie nun Ihren eigenen Standpunkt beziehen zu einem Thema, das im Gespräch gerade aufkommt.  Ich möchte Ihnen anhand eines gerade heiß diskutierten Themas ein Beispiel geben: auf Grund der schrecklichen Katastrophe in Duisburg wird ja der Rücktritt des dortigen Bürgermeisters gefordert. Mal angenommen, dieses Thema kommt auf, und während Sie sich früher immer bei solchen Diskussionen zurückhielten, sagen Sie nun einfach und mit Nachdruck Ihre Meinung. ( Sie wissen ja nun um Ihren Wert, und jeder Diskussionsbeitrag trägt zur Bereicherung bei in einer solchen Runde!) Sie haben keine Angst mehr, abgelehnt zu werden, geschweige denn Angst, Ihren Mund aufzumachen! Selbst wenn Ihre Meinung nicht auf Zustimmung stößt: jeder hat das Recht, seine Meinung sagen zu dürfen! Und: was kann auch passieren, wenn nicht alle Ihrer Meinung wären? Nichts! Im Gegenteil, sollten Sie sich bisher wirklich immer zurück gehalten haben und kaum je Ihrer Meinung Ausdruck verliehen haben, werden Ihre Freunde mit Sicherheit erstaunt und erfreut sein, wenn Sie einen Diskussionsbeitrag leisten!  

“So, das mag ja nun noch gehen”, denken Sie vielleicht,” aber wie sieht es denn in meiner Partnerschaft aus, wie schaffe ich es, dort meine Meinung zu sagen?”  Hier sieht die Sache, jedenfalls in der praktischen Umsetzung, in der Tat ein wenig anders aus, da der Dämon der Verlustangst  noch dazu kommt. Betrachten Sie aber mal diesen Aspekt wie folgt: bestimmt haben Sie sich, als Sie sich kennenlernten, als gleich-wertig  angesehen und lieben gelernt. In einer Parnerschaft ist es unabdingbar, dass man miteinander kommuniziert, weil das eine der wichtigesten Ebenen des Kennenlernens und der Partnerschaft überhaupt darstellt. Und das, so lange man zusammen ist! Sagt jetzt ein Partner zu allem buchstäblich “ja” und “amen”, dann findet keine Kommunikation statt. Weder weiß der Partner, wie Sie denken, noch was Sie denken und erst recht weiß er nicht, warum Sie etwas denken! Dies zu wissen und sich miteinander auszutauschen ist das Salz in der Beziehung, denn ohne Austausch kann auch keine Beziehung wachsen, geschweige denn überhaupt auf  Dauer bestehen bleiben! Dies zu erkennen, ist der erste Schritt in die richtige Richtung !

Das Beste ist, wenn Sie Ihrem Partner Ihre  Verlustangst mit dem gewonnen Selbst-Vertrauen mitteilen! Es ist immer der beste ( nicht der leichteste!!) Weg, das Problem bei den “Hörnern zu packen” und nicht lange drum herum zu reden! Sie werden erleben, dass Ihr Partner mit Verständnis reagiert,und im Idealfall werden Sie sich über alle Dinge, die die ganze Zeit ungesagt waren, aussprechen.

Natürlich sollten Sie auch eine andere Reaktion seitens des Partners in Betracht ziehen – Sie kennen ihn! Sollte er nicht mit Verständnis und Offenheit reagieren und aus der Situation gar ein Streit entstehen, dann sind Ihrerseits neue Überlegungen gefordert, ob die Partnerschaft, die Sie haben, sich auch weiterhin so nennen kann! Aber auch, falls Sie solche Überlegungen anstellen müßten, gilt dann der Spruch:” Besser spät als nie!”, denn Sie haben es verdient, in einer glücklichen und erfüllten Partnerschaft zu leben!  

Ich hoffe sehr, dass ich Ihnen einige Gedankenanstösse bieten konnte und ich freue mich, wenn Sie mir schreiben, damit wir eine lebendige Diskussion eröffnen können!

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs ein schönes und erholsames Wochenende!

Herzlichst

Ihre Marina Schott

 

Jul

29

Liebe Leserinnen und Leser,

heute möchte ich einen neuen Aspekt der Harmoniesucht beleuchten:  Ich möchte ihn:”Die Angst vor der Kommunikation” nennen.

Es ist zweifelsfrei festzustellen, dass die Kommunikation im Leben vieler Menschen ein Problem darstellt- wieviele Ehen scheitern daran, dass nicht oder nicht umfassend kommuniziert wird! Das Miteinander-Reden scheint sogar, angesichts der immer drückender werdenden Belastungen, denen die meisten Menschen im Alltag ausgesetzt sind, vielerorts aus der Mode gekommen zu sein.

Sass man früher öfter mal nach Feierabend gemütlich bei einem Glas Wein zusammen und unterhielt sich, so verdrängen heute oft Fernsehprogramme oder anderen Orts gesuchte Zerstreuungen diesen schönen und auch nötigen Brauch. Das hat natürlich große und gravierende Auswirkungen auf das Mit-Einander, da sich so die Gefahr um ein Vielfaches vergrößert, dass man sich einfach auseinanderlebt,um sich dann eines Tages- als logische Konsequenz- einfach “nichts mehr zu sagen” zu haben! 

Wenn dieses nun vielen Menschen (leider!) so geht, um wieviel mehr sind dann Menschen, die harmoniesüchtig sind, davon betroffen! Ihr geringes oder auch  nicht vorhandenes SELBST-WERT-GEFÜHL vebietet, ja verhindert oft ein freimütiges Äußern eines  eigenenWunsches oder einer Meinung. Dies kann dann in dem Dilemma münden, dass der Partner oder auch die Mitmenschen den von der Harmonie-Sucht Betroffenen gar nicht richtig kennen oder einschätzen können, da diese dann eben gar nicht wissen, WIE oder WAS er denkt.

( Eine Anmerkung in eigener Sache: es sei mir gestattet, der Einfachheit halber, die männliche Form zu nennen – selbstverständlich ist immer auch das weibliche Geschlecht gemeint!)

Wie aber kann nun ein von der Harmoniesucht betroffener Mensch sich aus dieser Situation befreien? Wie kann er hinfinden zu einer klaren Kommunikation, wie kann er lernen, seine Meinung und seine Wünsche zu formulieren und sie dem Gegenüber mitzuteilen?

Der erste Schritt – wie kann es anders sein – beginnt immer bei sich selbst: Lernen Sie sich selbst zu lieben! Dass dieses leichter geschrieben als getan ist, ist mir natürlich klar. Beginnen Sie damit, dass Sie alles aufschreiben, was Ihnen an Ihnen gefällt! Das ist ein bedeutender, weil auch sehr schwieriger Schritt! Wann setzt man sich schon einmal hin und denkt in aller Ruhe über sich selbst nach, nicht wahr? Aber gerade dies zu tun,ist unumgänglich, wenn Sie wirklich eine Lösung anstreben, sich aus der Harmoniesucht zu befreien. Und wie so häufig liegt der Ausweg auch hier darin, sich selbst ein klares Konzept zu basteln – und dies beginnt nun einmal mit der Selbst-Erforschung. Beginnen Sie mit Ihren äußeren Werten – haben Sie schöne Haare, Augen, einen schönen Mund? Sind Sie gut gebaut? Haben Sie schöne Haut, eine schöne Stimme? Haben Sie vielleicht lustige Sommersprossen? Oder irgendwo einen kecken Leberfleck? Schauen Sie sich ruhig einmal für längere Zeit im Spiegel an: Sehen Sie darin nette Lachfalten? Oder ein sympathisches Gesicht? Wenn Sie sich so Zeit für sich genommen haben – und bitte, nehmen Sie sich dafür viel Zeit – dann beginnen Sie, sich an Ihre inneren Werte heranzutasten: Was können Sie besonders gut? Sind Sie ein Koch-Genie oder können gut backen? Sind Sie besonders belesen und wissen über ein Gebiet besser Bescheid, als die Menschen, die Sie kennen? Sind Sie humorvoll, können gut Witze erzählen? Sind Sie besonders tiefsinnig und empfindsam? Können Sie gut Gedichte schreiben oder sind Sie besonders reiselustig und kennen sich gut in der Welt aus?

Ich könnte noch tausende von Aspekten nennen, aber das würde den Rahmen sprengen! Wenn Sie sich also so ganz viel Zeit für sich genommen haben, um sich selbst kennenzulernen, werden Sie erstaunt sein, wieviele Wertvolle Eigenschaften Sie besitzen!  Hätten Sie das  gedacht? Wie lange haben Sie diese wertvolle Erkenntnis Ihrer eigenen Person aufgeschoben oder nicht daran gedacht, einmal eine solche Liste zu erstellen?!    

So, und nun gehen Sie daran, mit einer neuen Selbstliebe und neuem SELBST-WERT-Gefühl, dieses auch Ihre Mitmenschen wissen zu lassen, indem Sie klar und offen Ihre Meinung sowie Ihre Wünsche äußern.  Wie genau Sie dies tun können, verrate ich Ihnen im 2. Teil auf meinem Blog! Keine Angst, er kommt bald!

Schreiben Sie mir, wie Sie diesen Artikel finden -  konnte er Ihnen ein wenig helfen? Ich freue mich darauf!    

Herzlichst Ihre

Marina  Schott

Jul

23

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs,

die Harmoniesucht ist in vielen Partnerschaften mehr verbreitet, als es landläufig oft den Anschein hat. Um herauszufinden, ob es denn zutrifft, dass eine Partnerschaft droht, in der Harmoniesuchtfalle zu versinken, also konturlos zu werden, ist eine gründliche Selbstanalyse der einzig gangbare Weg. 

Wie merke ich also, ob ich harmoniesüchtig bin in meiner Partnerschaft?

Hier eine Art Checkliste, um dies herauszufinden:

ich schätze mich, wenn ich ehrlich mit mir selber bin, eher als konfliktscheu ein

ich handele nach der Devise:” Bloß keinen Stress!”

ich stimme mich eher auf meinen Partner ein als er sich auf mich

ich gebe lieber nach “um des lieben Friedens willen” ,als meine Standpunkte darzulegen

auch wenn ich im Recht bin, halte ich lieber den Mund, als meine Meinung zu äußern

sobald auch nur weit entfernt eine Meinungsverschiedenheit aufzukommen droht, lenke ich lieber ein- egal um welchen Preis 

wenn Konflikte auf tauchen, versuche ich, sie zu übergehen, anstatt sie zu kommunizieren

drohende Konflikte machen sich auch physisch bemerkbar zum Beispiel durch Nervosität ode feuchte Hände

ich habe oft bei Meinungsverschiedenheiten Schuldgefühle ohne Anlass

mit einer konfliktbeladenen Atmosphäre werde ich einfach nicht fertig

Erkennt der/die eine oder der/die andere Leser/Leserin sich in einem der Punkte oder sogar in mehreren Punkten wieder? Dann haben Sie hier ein  sicheres Indiz dafür, dass Sie dringend etwas ändern müssen!

“Dies ist leicht gesagt, und schwer getan!” werden Sie mir jetzt mit Recht entgegenhalten.

Zuerst einmal möchte ich Ihnen sagen, dass diese Fälle keine Schicksalschläge sind, und Sie sie, vielleicht weil diese Situation schon länger andauert, trotzdem nicht weiter als gegeben hinnehmen müssen. Begeben wir uns doch einfach einmal gemeinsam auf dem Weg zu Ihnen:

Kennen Sie Ihren Selbst-Wert? Haben Sie jemals danach gesucht? Kennen Sie sich – Ihre Stärken und Ihre Schwächen?  Auch auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole: dies sind die ersten Fragen und vorallem die Wichtigsten! Tun Sie sich selbst den Gefallen und beschäftigen Sie sich mit dem Wichtigsten: mit sich selbst! Alle Erkenntnisse, die Sie aus diesem Prozess ziehen, legen Sie schriftlich nieder wie in einer Art Tabelle. Zögern Sie nicht,  und schreiben Sie alles, aber wirklich auch alles auf, was Ihnen einfällt! Können Sie gut zuhören? Sind Sie immer für andere da? Helfen Sie, wo immer Sie können? Sind Sie großzügig und geben auch dann, wenn es Ihnen schwer fällt? Sind Sie humorvoll? Lachen Sie gerne? Schlucken Sie jede negative Äußerung – auch, wenn sie berechtigt ist- herunter oder sagen Sie offen Ihre Meinung? Stehen Sie zu sich selbst und zu dem, was und wie Sie sind?

Schreiben Sie einfach alles auf! Wenn Sie dies getan haben, dann schreiben Sie – ganz ehrlich – auf, wie Sie sich die Kommunikation mit Ihrem Partner wünschen und was Sie an Ihrer Partnerschaft – hierbei ganz besonders an Ihren Reaktionen -stört. Wie wünschen Sie sich in Ihrer Partnerschaft zu sein? Würden Sie sich oft wünschen, dass Sie Ihre Meinung vertreten oder besser vertreten könnten? Haben Sie das Bedürfnis, öfter Ihre Wünsche kommunizieren zu können oder überhaupt erst einmal Ihre Wünsche äußern zu können? Geht es Ihnen insgeheim oft selber auf die Nerven,dass Sie immer “klein beigeben?” Horchen Sie in sich hinein und scheuen Sie sich nicht, auch die kleinste Kleinigkeit zu Papier zu bringen, die Ihnen wichtig ist.

Wenn Sie dies getan haben – und das kann durchaus Tage in Anspruch nehmen, aber:gönnen Sie sich alle Zeit der Welt! – dann gehen Sie an die Umsetzung der Verbesserung!

Gibt es denn ein Geheimnis, das Ihnen hilft , der Harmoniesuchtfalle in  Zukunft zu entgehen?  Ja, dies gibt es! Es heißt: Kommunikation   

Sprechen Sie mit Ihrem Partner und denken Sie dabei immer an einen sehr bekannten Werbespruch:” Sie sind es sich wert!”

Egal, was in Zukunft in Ihrer Partnerschaft auch passieren mag, äußern Sie Ihre Meinung, äußern Sie Ihre Wünsche und: verteidigen Sie sie!! Mit Sachlichkeit und Eingehen auf die Wünsche des Anderen und unter Einbeziehung seines Standpunktes – denn es muss keine lautstarken Auseinandersetzungen geben! -  werden Sie nach und nach sehen, dass Sie einer Partnerschaft in ehrlicher Harmonie immer näher kommen, ohne dass Sie den Mund halten. Sie werden erleben, dass Ihr Partner Sie beginnen wird, in einem anderen Licht zu sehen und Sie als eigenständige und schätzenswerte Persönlichkeit wahrzunehmen beginnt, die durchaus in der Lage ist, Ihren eigenen Standpunkt sachlich und mit Nachdruck zu verteidigen oder darzulegen. Vergessen Sie nicht, dass Sie auch für sich eine Eigen-Verantwortung haben!Wenn Sie geduldig mit sich sind und sich wirklich auch die nötige Zeit geben, dann steht einer Partenerschaft in wirklicher Harmonie nichts mehr im Wege!

Dass Ihnen dies gelingen möge, wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen!

Herzlich

Ihre Marina Schott

Jun

15

Liebe Besucher und Besucherinnen meines blogs,

heute möchte ich mich mit dem Thema der Harmoniesucht/ des Harmoniestrebens in einer Beziehung beschäftigen.

Wie Sie – als aufmerksamer Leser – bestimmt schon bemerkt haben werden, gilt es ja eine Gradwanderung zu machen zwischen dem Streben nach Harmonie um jeden Preis (Harmoniesucht) und einer harmonischen Beziehung, wie sie sich jeder Mensch wünscht.

Heut möchte ich einmal diese Sucht in bezug auf eine Partnerschaft oder Beziehung beleuchten:

zuerst einmal: jeder Mensch wünscht sich eine Beziehung, die auf Harmonie basiert. Ohne diese kann man keine Konfliktsituation im Alltag bewältigen, denn die Basis des Gleichklangs  ist die Voraussetzung für ein gutes Miteinander. “Harmonia” aus dem Lateinischen wird deshalb auch übersetzt mit “Einklang”.  Nur, wenn beide Partner an “einem Strang ziehen”, ist die Bewältigung vieler Probleme des Lebens möglich.

Worin liegt es denn nun aber, dass genau dieser Gleichklang in so vielen Beziehungen fehlt? Geht man nicht eigentlich davon aus, dass es gerade in einer Beziehung, da man sich mag und schätzt, einfacher sein müßte, diesen zu leben, als zum Beispiel mit seinen Arbeitskollegen?

Genau das Gegenteil ist meistens leider der Fall und zwar deshalb, weil man in einer Partnerschaft “näher an dem anderen dran” ist. Man steht sich einfach näher und dieser Umstand macht es meistens – so paradox es auch klingen mag -  schwieriger, mit dem anderen im Gleichklang zu kommunizieren. Oft fehlen die Worte, da die emotionale Ebene eine ganz andere ist als im Büro. Je mehr Emotionen zum Tragen kommen, desto schwieriger ist eine klare und höfliche Kommunikation. Diese aber genau ist es, die dazu verhilft, eine Verständigungsebene zu schaffen, Mißverständnisse auszumerzen und vorallem seinen Standpunkt klar und eindeutig zu vertreten.  Lieber geben viele Menschen dann ” um des lieben Friedens willen” nach, um so “Ruhe” zu haben und verkennen dabei völlig, dass diese “Ruhe” keine ist im eigentlichen Sinne, denn die Konflikte wurden nicht ausgetragen, sondern tot geschwiegen.

Was aber können Sie tun, wenn Sie sich in der “Harmoniesuchtfalle” mit Ihrem Partner befinden und diesen Zustand ändern wollen?

Suchen Sie auf jeden Fall immer das Gespräch mit Ihrem Partner. Verfallen Sie nicht in eine Lethargie nach dem Motto: “Darüber haben wir schon tausend Mal gesprochen – es ändert sich ja doch nichts!” Denn wenn Sie schon die besagten -zig Male darüber gesprochen haben und ein Thema kommt immer wieder auf den Tisch, dann ist dieses Thema eben noch nicht ausdiskutiert und gibt immer wieder Anlass zu neuem Ärger. Nehmen Sie sich die Zeit, sich mit Ihrem Partner in Ruhe hinzusetzen und halten Sie – bestimmt aber freundlich – nicht mit Ihrer Meinung hinter dem Berg. Ihr Partner wird so die Chance bekommen, in aller Ausführlichkeit zu verstehen, warum Sie diesen oder jenen Punkt so sehen, oder warum Sie eben diese oder jene Meinung vertreten. Versuchen Sie auch in aller Ehrlichkeit die Standpunkte Ihres Partners zu begreifen und lassen Sie ihn so ausführlich, wie es ihm angemessen erscheint, ausführen, WARUM er so oder so denkt! Ich möchte es an dieser Stelle nochmals betonen: Nehmen Sie sich für ein solches Gespräch Zeit und vermeiden Sie es, wenn möglich, dass alle fünf Minuten Ihr Handy klingelt!

Wenn Sie dann – nach ehrlichem gegenseitigem Bemühen zu einer Einigung im Sinne der Annäherung der Standpunkte kommen, dann haben Sie sich richtig miteinander auseinandergesetzt! Sie haben in diesem Fall ehrlich um eine gemeinsame Basis gerungen! Und genau dies ist das Gegenteil von “Harmoniesucht”: Ihre gegenseitige Einigung basiert dann auf der Darlegung Ihrer gegenseitigen Standpunkte und nicht lediglich auf einem Nachgeben um des lieben Friedens willen.

Für heute möchte ich zusammenfassen: Das Streben nach Harmonie in einer Beziehung, so, wie ich es eben beschrieb, nämlich ein AKTIVES Streben, ist eine absolute Hilfe in einer Beziehung. Dies aber bedeutet ein Arbeiten miteinander!

Lediglich ein Schweigen oder ein”ist ja gut!” ist hinderlich für ein harmonisches Zusammenleben, ja geradezu gefährlich: jede nicht geführte Auseinandersetzung ist eine vertane Chance auf eine von Gleichklang und Achtung getragene Beziehung.

Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen eine aktive und gewinnbringende Auseinandersetzung mit Ihrem Partner!

Für heute grüße ich Sie herzlich.

Marina Schott

Jun

10

Liebe Besucher/ Besucherinnen meines Blogs, hallo Freundinnen und Freunde,

heute möchte ich einmal den Unterschied von Harmoniestreben und Harmoniesucht diskutieren. Viele meiner Freunde verwechseln diese Begriffe, so dass ein lediglich um Ausgleich und Streit – Schlichtung bemühter Mensch oft in einen Topf mit den Menschen geworfen wird, die um jeden Preis einem Streit aus dem Weg gehen oder Auseinandersetzungen meiden, egal, ob sie sich ungerecht behandelt fühlen und auch egal, ob sie dabei immer den kürzeren ziehen. Diese Menschen, denen es egal ist, ob sie dabei leiden und sich sozusagen “selbst vergewaltigen”, bezeichnet man als “harmoniesüchtig”, da es nicht mehr um die Sache als solche sondern lediglich um einen “Schein”-Frieden geht, der für solche Menschen eben erstrebenswert erscheint – dies reden diese sich jedenfalls ein.

Das Interessante dabei ist, dass diese sehr wohl wissen, dass sie mit einem punktuellen “Frieden” gar nichts erreichen, weil eben auf der Kommunikationsebene nichts geklärt ist, sondern die Problematik lediglich – und das auch nur augenblicklich und nicht auf Dauer- zeitlich verschoben wird.  Wovor haben denn nun harmoniesüchtige Menschen Angst? Warum sprechen sie selten Punkte offen an, wehren sich bei Ungerechtigkeiten und vertreten ihren eigenen Standpunkt? Ja, der Begriff “Angst” ist hier wohl am Platz!

Also ich glaube, dass es die Angst vor Ablehnung und Verlust ist, die sehr viele Menschen dazu bringt, ihren Standpunkt nicht zu vertreten und alles zu tun, um für sie brenzlige Situationen im Keim zu ersticken. Und jetzt kommt der Umkehrschluß: gerade weil sie so sind, sinken sie in der Achtung ihrer Mitmenschen, denn wie heißt es so schön?” Jedermanns Freund ist jedermanns Depp!”

Die Maxime sollte also lauten: “Vertritt deinen Standpunkt! Zeige Rückgrat, auch wenn das nicht immer der bequemste Weg ist!”

Damit erreicht man genau das, was doch wohl die meisten Menschen wollen, nämlich den Respekt und die Achtung der Mitmenschen!